Eroberung des Elfenbeinturms

Streitschrift für eine bessere Kultur
 
 
Edition Atelier (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 5. September 2022
 
  • Buch
  • |
  • 168 Seiten
978-3-99065-080-6 (ISBN)
 
Machtmissbrauch, Seilschaften, Korruption und vieles mehr: Fabian Burstein wirft einen alarmierenden Blick in die Produktions- und Wirkungsstätten von Kunst und ­Kultur und zeigt, dass es so nicht weitergehen kann. Wir müssen eine neue Debatte über Kultur führen, über ihren Sinn und Zweck in einer lebendigen Gesellschaft - aber vor allem über die toxischen Strukturen, die von der Politik über das Kulturmanagement und die Künstler:innen bis hin zum Publikum reichen.
Fabian Burstein ist als Autor und Kulturmanager in Deutschland und Österreich ein Insider des Kulturbetriebs. »Eroberung des Elfenbeinturms« ist sein gut recherchiertes, leidenschaftliches Plädoyer für eine »bessere« Kultur, das nicht nur viele höchst brisante aktuelle Zustände offenlegt, sondern auch optimistische Lösungsstrategien aufzeigt.
  • Deutsch
  • Wien
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  • Österreich
  • Klebebindung
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  • mit Klappen
  • Höhe: 183 mm
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  • Breite: 112 mm
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  • Dicke: 17 mm
  • 230 gr
978-3-99065-080-6 (9783990650806)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Fabian Burstein, geboren 1982 in Wien. Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Im Autorenleben Verfasser von Romanen und Sachbüchern. Biograf der österreichischen New-Wave­Legende Hansi Lang. Seit 10 Jahren vorwiegend in Deutschland als Leiter für Kulturinstitutionen, Festivals und diverse künstlerische Formate verantwortlich. Aktuell Leiter des Kultur- und Veranstaltungsprogramms der Deutschen Bundesgartenschau 2023 in Mannheim und Geschäftsführer der Wiener Psychoanalytischen Akademie.
- Die existenzielle Krise des Kulturbetriebs: ein Generationenkonflikt
- Österreichische Kulturskandale der letzten 10 Jahre - eine Bilanz des Grauens
- Kunst muss gar nichts: ein Missverständnis, das zum gefährlichen Selbstläufer wurde
- Publicity-Killer Kultur: eine politische Fehleinschätzung
- Eine »Kultur GmbH« als Blackbox der Entscheidungsfindung
- Transformation? Nein, danke! Oder: Das Digitaldesaster im Kulturbetrieb
- Unreif, aber alles andere als jung: die toxische Networking-Kultur der Alt-98er
- Solidarität - kein Kampfbegriff, sondern ein Kulturbegriff
- 23 Denkanstöße für einen reformierten Kulturbetrieb
u.v.m.
»Kultureinrichtungen als moralische Anstalten einer wehrhaften Demokratie haben ausgedient. In ihnen gedeihen Machtmissbrauch, Macho-Kult und Gutsherrendenken. Sie dienen dem Amüsierbedürfnis der Eliten und den kommerziellen Interessen des Tourismus und verbraten unter dem Deckmantel der Gemeinnützigkeit Millionen abseits funktionierender Kontrollmechanismen. Dabei setzen sie auf Säulenheilige längst vergangener Zeiten und pfeifen auf Migrant:innen, junge Menschen und die Lebensrealität der zahlungsschwachen Milieus.
Besserung ist nicht in Sicht: Denn das Kulturestablishment ist unsolidarisch, in Verteilungskämpfe verstrickt und von politischen Seilschaften durchdrungen. Mit dem Argument der künstlerischen Freiheit entzieht es sich jeglicher sozialer Wirkungslogik.
Im Wirbel der großen Inszenierung gerät eines oft in Vergessenheit: Die Theater, Museen und Konzerthäuser gehören uns. Sie sind wie Straßen, öffentlicher Verkehr und Gesundheitseinrichtungen Teil unserer Basisinfrastruktur. Sie sind dazu da, unsere Bedürfnisse zu berücksichtigen, unsere Lebensumstände abzubilden und unsere Probleme zu verhandeln. Es geht um nicht weniger als eine personelle und programmatische Revolution, um die Rückeroberung eines Elfenbeinturms namens Hochkultur.«

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