Schuldfähigkeit und Schuldfrage in Georg Büchners "Woyzeck"

 
 
GRIN Verlag
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 8. Mai 2015
 
  • Buch
  • |
  • Softcover
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  • 24 Seiten
978-3-656-95497-2 (ISBN)
 
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 3,0, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Sprache: Deutsch, Abstract: Woyzeck hat die Mutter seines Kindes als Folge ihrer Untreue mit einem Messer erstochen. Dem Zuschauer wird in dieser Szene ganz klar Marie als Opfer und Woyzeck als ihr Mörder präsentiert. Auf den ersten Blick scheint das Opfer-Täter-Verhältnis also klar zu sein. Doch ist es tatsächlich so? Spielen auch andere Faktoren eine Rolle? Schon seit Jahrhunderten beschäftigt sich die Menschheit mit der Schuldfrage und es ist die Aufgabe der Justiz, die Schuld bzw. Unschuld eines Angeklagten festzustellen. Diese Entscheidung hat sehr großen Einfluss auf das Leben des Angeklagten. In einigen Ländern auf dieser Welt entscheidet das Urteil der Richter selbst über Leben und Tod. So ist es auch wenig verwunderlich, dass die Schuldfrage wahrscheinlich nie an Aktualität verlieren wird. Auch in dem fragmentarischen Dramenstück Woyzeck wird die Schuldfrage behandelt. Es taucht die Frage nach der Schuld am Mord an Marie auf. Hier ergibt sich eine höchst interessante Fragestellung. Kann man Woyzeck überhaupt für den Mord an Marie schuldig sprechen und zur Rechenschaft ziehen? Mit der hier vorliegenden Arbeit möchte ich herausstellen, ob Woyzeck aufgrund seines seelischen Zustandes aus heutiger Sicht für den Tod von Marie verantwortlich gemacht werden kann. Hierzu werde ich im ersten Teil den Aspekt der Schuldunfähigkeit näher beleuchten und herausarbeiten, inwieweit dieser auf Woyzeck zutrifft. Hier werde ich Woyzecks Leben näher betrachten und mögliche Gründe für eine Schuldfähigkeit bzw. Schuldunfähigkeit herausarbeiten. Im zweiten Teil werde ich mich mit der Interaktion der Charaktere im Drama näher beschäftigen und hier dran die mögliche Schuld der Gesellschaft analysieren. Zusätzlich soll hier Büchners Gesellschaftskritik anhand der ausgewählten Charaktere deutlich gemacht werden. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass ich in der Hausarbeit die Clarus-Gutachten nicht miteinbeziehen werde. Zwar steht es außer Frage, dass Büchner sein Drama in Anlehnung an die Gutachten des historischen Woyzecks geschrieben hat, doch auch viele eigene Interpretationen miteinfließen ließ und so einen Woyzeck erschuf, welchen es nun alleine zu analysieren geht.
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  • Broschur/Paperback
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  • Klebebindung
colour illustrations
  • Höhe: 211 mm
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  • 40 gr
978-3-656-95497-2 (9783656954972)
3656954976 (3656954976)
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