Literaturstreit und Bocksgesang

Literarische Autorschaft und öffentliche Meinung nach 1989/90
 
 
Wallstein (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen im Januar 2021
 
  • Buch
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  • Softcover
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  • 152 Seiten
978-3-8353-1712-3 (ISBN)
 
Nach dem Literaturstreit kommt es im vereinten Deutschland zu einem tiefgreifenden Wandel im Verhältnis von literarischer Autorschaft und öffentlicher Meinung. Mauerfall und Wiedervereinigung haben die Produktion von Literatur grundlegend verändert. Neue Formen der Erzeugung von medialer Aufmerksamkeit lassen das alte Modell >kritischer Öffentlichkeit< zunehmend fragwürdig erscheinen. An die Stelle von literarischer Autorschaft als moralischer Instanz tritt der »Skandalautor«, der durch intervenierende Texte den Kultur- und Medienbetrieb provoziert und stört. Jürgen Brokoff fragt nach ästhetischen Formen und politischen Funktionen dieser Interventionen im öffentlichen Meinungsbildungsprozess. Am Beispiel von Christa Wolfs Erzählung »Was bleibt« und Botho Strauß' Essay »Anschwellender Bocksgesang« analysiert er die Verschlingung von Literatur und Politik im vereinten Deutschland und verknüpft auf neue Weise Aspekte der Literaturästhetik und Textinterpretation mit Fragen der Meinungsforschung.
  • Deutsch
  • Göttingen
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  • Deutschland
  • Höhe: 211 mm
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  • Breite: 129 mm
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  • Dicke: 12 mm
  • 204 gr
978-3-8353-1712-3 (9783835317123)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Jürgen Brokoff, geb. 1968, ist Professor für Deutsche Philologie (Neuere deutsche Literatur) an der Freien Universität Berlin. Veröffentlichungen u. a.: Norbert von Hellingrath und die Ästhetik der europäischen Moderne (Mithg., 2014); Geschichte der reinen Poesie (2010).
»Der deutsche Germanist Jürgen Brokoff hat gerade in seinem erhellenden Buch >Literaturstreit und Bocksgesang< (.) die mediale Tragödie deutschen Denkens nachgezeichnet.«
(Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 05.02.2021)

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