Kaltenkirchen wird nicht verteidigt

Das Ende des Zweiten Weltkrieges und der NS-Herrschaft in Kaltenkirchen
 
 
Elektronik-Praktiker (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 1. November 2020
 
  • Buch
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  • Hardcover
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  • 276 Seiten
978-3-96901-006-8 (ISBN)
 
1945 endeten der Zweite Weltkrieg und die NS-Herrschaft. Der Autor zeichnet ein detailliertes Bild über Kaltenkirchen und Umgebung im Übergang zwischen NS-Diktatur und demokratischer Erneuerung. Er beschreibt eindrucksvoll das Geschehen während der letzten Wochen vor der Waffenruhe und in der ersten Zeit unter britischer Besatzung. Dazu hat er viele bisher unbekannte Quellen ausgewertet und mit seltenem historischen Bildmaterial illustriert. Der Zerfall des NS-Regimes zeigte sich in Gewaltverbrechen auf offener Straße und Plünderungen durch die einheimische Bevölkerung. Gegen die absehbare militärische Niederlage blieben auch die auf dem Flugplatz Moorkaten eingesetzten neuen Düsenflugzeuge wirkungslos. Die ersten Tage nach Kriegsende waren dramatisch: Eine britische Spezialeinheit besetzte Kaltenkirchen kampflos, der Versuch einer eigenständigen Abrechnung mit dem Nationalsozialismus scheiterte schnell und Kaltenkirchen hatte drei Bürgermeister innerhalb nur einer Woche. Die britische Besatzungsmacht sorgte mit ihren entschiedenen Befehlen für die Normalisierung des öffentlichen Lebens, kümmerte sich um die befreiten ausländischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitenden und organisierte die Versorgung der einheimischen Bevölkerung und der zahlreichen Flüchtlinge. Im Blickpunkt stehen die Menschen in Kaltenkirchen und Umgebung. Sie kommen in Tagebüchern, Briefen und Chroniken zu Wort. Darüber hinaus konnten Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Kaltenkirchen für die Idee gewonnen werden, noch lebende Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu befragen. Deren Erinnerungen bereichern die fachlich gehaltene Darstellung und machen sie anschaulich - lebendige Geschichte ganz nah und zum Anfassen.
  • Deutsch
  • Kaltenkirchen
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  • Deutschland
Mit zahlreichen Illustrationen, einem Vorwort von Reimer Möller und einem Nachwort von Tobias Thiel
  • Höhe: 246 mm
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  • Breite: 174 mm
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  • Dicke: 21 mm
  • 787 gr
978-3-96901-006-8 (9783969010068)
Gerhard Braas, Jahrgang 1954, Dr. phil., studierte Geschichte, Germanistik und Pädagogik an der Universität Hamburg. Nach dem Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien promovierte er über die »Entstehung der Länderverfassungen in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands 1946/47«. Er war langjährig in der freien Wirtschaft tätig, zuletzt als Leiter des Qualitätsmanagements einer großen Versicherung. Der gebürtige Kaltenkirchener ist aktuell an der Grundschule am Lakweg beschäftigt und ist stellvertretender Vorsitzender des Trägervereins der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen. Er hat zuletzt mit bisher kaum erschlossenem Archivmaterial zeitgeschichtliche Themen seiner Region erforscht und dazu diverse fachwissenschaftliche Aufsätze veröffentlicht. Deren Inhalte und Ergebnisse werden für ein breites Publikum lebendig, unter anderem durch Zeitungsartikel und durch historische Stadtführungen, insbesondere für Schülerinnen und Schüler.
Vorwort von Reimer Möller 1. Einleitung 2. Kaltenkirchen im Zweiten Weltkrieg 3. Zusammenbruch der NS-Herrschaft 3.1 Versorgungsschwierigkeiten 3.2 Absehbare militärische Niederlage 3.3 Vorbereitungen auf den »Endsieg« 3.4 Fliegerangriffe und Luftschutz 3.5 Gewaltverbrechen 3.6 Auflösungerscheinungen 4. Dramatische Tage im Mai 4.1 Kaltenkirchen wird nicht verteidigt 4.2 Kriegsverbrechen in Kampen 4.3 Plünderungen und Diebstähle 4.4 Kampflose Besetzung 4.5 Nach dem Waffenstillstand 4.6 Initiative für demokratischen Neubeginn 4.7 Aufruf zur Erneuerung: »Kaltenkirchener« 5. Unter britischer Besatzung 5.1 King's Own Scottish Borderers 5.2 Erste Maßnahmen der britischen Besatzung 5.3 Normalisierung des öffentlichen Lebens 5.4 Besatzungsmacht und deutsche Zivilbevölkerung 5.5 Persönliche Freiheiten 5.6 Entmilitarisierung und Entnazifizierung 5.7 Displaced Persons 5.8 Versorgung der Bevölkerung 5.9 Flüchtlinge aus dem Osten 6. Nachwirkungen 6.1 Frühes Gedenken 6.2 Erinnerungskultur Und zum Schluss Nachwort von Tobias Thiel Quellen und Darstellungen Anmerkungen Autoren

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