Wer´s glaubt, ist selig!

Eine kurze Geschichte der Wunder und warum wir an sie glauben
 
 
Schwarzkopf & Schwarzkopf (Verlag)
  • erschienen am 1. Februar 2019
 
  • Buch
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  • Softcover
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  • 280 Seiten
978-3-86265-756-8 (ISBN)
 
Her mit den Wundern! Religion, Politik und Fußball lechzen danach. Wunder satt zum Staunen und Sich-Wundern. Enthält kaum Werbung für übernatürliche Vorgänge! Wunder sind in. »Wunder wirken Wunder« steht seit Jahren auf der Bestsellerliste. Der US-Film »Wunder« wurde ein großer Kassenerfolg. Schon durch den sprechenden Namen Wunderino weckt ein erfolgreiches Online-Spielcasino große Erwartungen seiner wundergläubigen und spielsüchtigen Kundschaft. Wunderglaube begleitet die Menschheit seit ihren Anfängen. Die 2000-jährige Geschichte des Christentums ist ohne Wunder nicht vorstellbar. Doch Jungfrauengeburt, Heilungs- und Nahrungswunder gibt es auch in anderen Religionen. Und oft dienen Wunder politischen Zielen. »Wunder gibt es immer wieder«, heißt es. Der Autor Rutger Booß hat sie in diesem Buch ohne Anspruch auf Vollständigkeit aufgespürt. Wundergläubige werden hier viel Neues entdecken, für Skeptiker gibt es ordentlich was zu lachen. DAS THEMA Der Glaube an Wunder erfreute zu allen Zeiten die Herzen der Menschen. Über Wunder wurde in allen Kulturen seit alters und bis heute erzählt und geschrieben. Keine Gottesvorstellung, keine Religion ohne Wunder. Mit Wundern macht man Reklame für eine neue Glaubensrichtung, um mehr Anhänger zu gewinnen. Heilungswunder erhoffen sich Menschen seit dem Altertum. Einige Orte kamen in den Ruf, besonders wundermächtig zu sein. Die Anbetung, besser noch, die Berührung von Reliquien christlicher Heiliger versprachen Heilung von Gebrechen aller Art. Im 20. Jahrhundert erlebten Marienerscheinungen einen ungewöhnlichen Boom. Und immer wieder wird von Stigmatisationswundern berichtet, unerklärlichen Wundmalen in Nachfolge des gekreuzigten Jesus. Nicht nur Kirchen bedienen sich des Wunderglaubens, auch die Politik nutzt ihn für ihre Zwecke. Und in Schlagern sind Wunder unentbehrlich. DAS BUCH In diesem faktenreichen, schwarzhumorigen Sachbuch werden in 21 Kapiteln Wunder aller Art vorgestellt und bewertet, u. a.: Schöpfungswunder von Enuma Elisch bis zum Fliegenden Spaghettimonster - Buddhismus - Hinduismus - Die biblische Wunderwelt - Jesus-Konkurrenten und wiedergeborene Jesusse - Die begehrtesten Hinterlassenschaften des Gekreuzigten: die göttliche Vorhaut, der heilige Rock, Turiner Grabtuch, Kreuzsplitter usw. - Wie wird man heilig? -¿ Christliche Heilige - Marienerscheinungen: Guadeloupe, Lourdes, Fatima u. a. - Stigmatisierte und Hungerheilige - Wunder im Islam - Orte mit Wunderkraft - Orakel, Nostradamus, Hanussen - Politik - Wunderwaffen - Himmel: elf Millionen Google-Verweise - Hölle - Engel und Teufel - Hexen, Feen, Elfen und Trolle - Natur und Technik - Fußballwunder. Außerdem präsentiert der Autor ein frühes #metoo- und Do-it-yourself-Wunder zum Selbermachen und Genießen.
  • Deutsch
  • Berlin
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  • Deutschland
  • Höhe: 200 mm
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  • Breite: 131 mm
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  • Dicke: 25 mm
  • 344 gr
978-3-86265-756-8 (9783862657568)
Rutger Booß, geboren 1944, ist promovierter Germanist und Historiker. Das Kriegskind glaubt nicht an Wunder und Wunderheiler, sondern pflegt eine von Religionen unabhängige Altersweisheit, die es sich auf Reisen in alle fünf Kontinente erwarb. Booß veröffentlichte zuletzt im Jahr 2017 den SPIEGEL-Bestseller »Immer diese Senioren. 111 Gründe, warum sie uns in den Wahnsinn treiben.«
Ko¨rperteile von Heiligen galten als wunderta¨tig. Da Jesus von Nazareth aber der christlichen Legende zufolge ohne Hinterlassung seines Ko¨rpers in den Himmel aufgefahren war, blieb kein anbetungs- würdiges Ko¨rperteil von ihm zurück - außer mo¨glicherweise die Penis-Vorhaut, die dem Sa¨ugling am 8. Tag nach seiner Geburt nach jüdischem Brauch abge-schnibbelt worden war.
Im apokryphen sog. »Kindheitsevangelium« heißt es, eine alte Jüdin ha¨tte nach der Beschneidung die Vorhaut des Kna¨bleins aufgehoben und in ein Gefa¨ß mit wohlriechendem O¨l gelegt. Das Gefa¨ß sei dann schließlich in die Ha¨nde der Maria Magdalena gelangt.

Was weiter geschah, darüber schweigt das Kindheitsevangelium. Als einziges überliefertes Ko¨rperteil Jesu machte das heilige Praeputium Karriere. In einem im Jahr 1907 erschienenen Büchlein wies der Autor 13 Sta¨tten nach, die sich rühmen, im Besitz der wahren Vorhaut Jesu zu sein: die Laterankirche in Rom, Charroux bei Poitiers, Antwerpen, Brügge, Paris, Boulogne, Besanc¸on, Nancy, Metz, Le Puy, Conques, Hildesheim und Calcata.

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