Die neue Banksteuerung

Wege zu zukunftsfähigen Strategien und Geschäftsmodellen
 
 
Springer Gabler (Verlag)
  • erschienen am 16. Dezember 2019
 
  • Buch
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  • Softcover
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  • VI, 236 Seiten
978-3-658-27011-7 (ISBN)
 
Der Begriff der Banksteuerung oder der Gesamtbanksteuerung lehnt sich stark an den Begriff der Unternehmensführung an. Auch Banken oder Finanzdienstleister, die einer Aufsicht der Bundeanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unterliegen, sind Unternehmen. Als solche haben sie eine Strategie, die sie unter Berücksichtigung der für sie geltenden Regelungen und Vorschriften umsetzen möchten. Die regulatorischen Anforderungen an Banken und Finanzdienstleister weichen allerdings stark von Vorgaben anderer Branchen ab, insbesondere wurden die quantitativen wie auch die qualitativen Anforderungen nach der Bankenkrise der Nullerjahre weiter erhöht. Alleine schon diese Vorgaben machen die Banksteuerung zu einem immer wieder neuen und spannenden Aufgabengebiet, bei dem sich die Rahmenbedingungen und die Zielrichtungen laufend ändern. Dabei muss eine Bank als Unternehmen versuchen, für ihre Zielrichtung und ihre Möglichkeiten die optimale Strategie zu finden und diese auch entsprechend umzusetzen. Je nach Definition ist die Banksteuerung eher angelehnt an das Prinzip der Unternehmenssteuerung, was Banken und Institute damit mit anderen Unternehmen gleichsetzt, die Gesamtbanksteuerung hingegen die Betrachtung und Optimierung der spezifischen Geschäfte des Finanzbereichs in einem Unternehmen. Die neue Banksteuerung hingegen ist ein holistischer Ansatz zur Optimierung der Erfüllung der Anforderungen an eine Bank oder einen Finanzdienstleister unter Berücksichtigung der weiteren Entwicklung in deren Umwelt.
Dieses Buch zeigt die Gründe auf, wieso es für Banken in der heutigen technisierten, arbeitsteiligen Welt schwierig ist, Strategien zu finden und umzusetzen. Ich werde aber auch eine mögliche Vorgehensweise vorstellen, die auf neue technische Möglichkeiten im Markt abstellt. Zwar kann es keine standardisierte Lösung für alle Branchenteilnehmer geben, jedoch können an vielen Stellen die gleichen Unzulänglichkeiten auftreten. Die heutige Unternehmenssteuerung braucht ein tiefes Verständnis für die Produkte, die Prozesse und die Risiken, darf allerdings den menschlichen Faktor nie außer Acht lassen. Ziel dieses Buches ist es, für mehr Verständnis zu sorgen, einen holistischen Ansatz vorzustellen und aufzuzeigen, wo Schwachstellen in der aktuellen Vorgehensweise sind oder waren.



Die Bankenkrise nach 2007 hat viele feste Säulen in der Methodik, der Regulatorik und im Selbstverständnis der Banken für immer verändert. Banksteuerung ist heute sehr viel stärker durch Vorgaben und Limitierungen eingeschränkt. Sie ist zudem internationaler geworden, weil weltweit in den relevanten Märkten viele neue Regelungen gelten. Alle Anforderungen wollen berücksichtigt werden, und diese ändern sich immer weiter. Das heißt, dass auch in diesem Buch manche Aspekte nicht mehr aktuell sein werden. Der grundlegende Kreislauf aber, die Möglichkeiten darin und die Mitspieler am Markt werden sich in den nächsten Jahren weniger verändern, als man annehmen könnte, wenn man die Presse verfolgt. Mehrjahrespläne von Banken sollten das berücksichtigen, indem sie das bereits Denkbare aufgreifen, seine direkte oder indirekte Relevanz für das eigene Tun bewerten, um es dann mit zu berücksichtigen oder zu verwerfen.
1. Aufl. 2019
  • Deutsch
  • Wiesbaden
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  • Deutschland
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
  • Broschur/Paperback
  • |
  • Klebebindung
Bibliographie
  • Höhe: 210 mm
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  • Breite: 148 mm
  • |
  • Dicke: 13 mm
  • 321 gr
978-3-658-27011-7 (9783658270117)
10.1007/978-3-658-27012-4
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Holger Biernat war über dreißig Jahre lang in verschiedenen leitenden Funktionen in den Bereichen Risikomanagement und IT-Sicherheit bei Banken beschäftigt. Er ist einer der beiden geschäftsführenden Gesellschafter der Barrus Consulting GmbH in Frankfurt am Main.
Umfeld moderner Banksteuerung.- Start und Ziel: Erstellen der Strategiepapiere.- Umsetzung: Ableitung eines Aktionsplans.
Dieses Buch betrachtet das Thema Unternehmenssteuerung bei Banken von einer neuen, holistischen Seite. Es bietet damit nicht nur denjenigen Lesern interessante Einblicke, die sich beruflich oder wissenschaftlich mit dem Thema auseinandersetzen, sondern auch Lesern, die sich mit dem Thema Banken bisher weniger auseinandergesetzt haben. Krisen, Regulierung, Abwicklungsmechanismen, Banking 4.0 - die Bankenwelt ist zum ersten Mal seit der Nachkriegszeit einem tiefgreifenden Strukturwandel ausgesetzt. Die Bankenbranche ist keine eigenständige, autarke Gruppe von Universalbanken mehr, sondern es drängen neue Anbieter auf den Markt für Finanzdienstleistungen. Es ist also an der Zeit, dass Banken sich im kommenden Umfeld neu definieren und aufstellen, wenn sie nicht Opfer der laufenden Entwicklungen um sie herum werden wollen. Damit ist es aber auch an der Zeit, das Thema Banksteuerung neu zu definieren. Eine Strategiefindung ist schwerer geworden, aktuelle Themen und Entwicklungen sind stärker zu berücksichtigen, wie zum Beispiel auch der menschliche Faktor. Zukunftspläne müssen so gestaltet werden, dass sie den laufenden und kommenden Umbruch sinnvoll darstellen. Hier liegt die Aufgabe der neuen Banksteuerung, die Chancen und Risiken für das eigene Geschäftsmodell der gesamten Bank aufzuzeigen, aufzugreifen und zu behandeln.

Der Inhalt
- Grundlegende Einordnung des Themas
- Umfeld moderner Banksteuerung
- Start und Ziel: das Erstellen der Strategiepapiere
- Die Umsetzung: Ableitung eines Aktionsplans

Der Autor



Holger Biernat hat in seiner beruflichen Laufbahn u.a. Aufgaben aus den Bereichen Strategie, Steuerung, Controlling und Risikomanagement verantwortet. Er ist heute einer der Geschäftsführer von Barrus Consulting GmbH, Frankfurt am Main, das als Beratungsunternehmen auf die Finanzdienstleistungsbranche spezialisiert ist.

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