Mord(s)bilder - Aufzählungen von Gewalt bei Seneca und Lucan

 
 
de Gruyter (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 18. März 2019
 
  • Buch
  • |
  • Hardcover
  • |
  • IX, 329 Seiten
978-3-11-063597-3 (ISBN)
 
Die Schilderung physischer Gewalttaten wie Folter, Mord und Hinrichtung gilt als charakteristisch für die Literatur der 2. Hälfte des 1. Jhs. n. Chr., wurde aber bislang kaum befriedigend analysiert. Insbesondere aufzählende Abschnitte aus Senecas De ira und Lucans De bello civili sorgen für Irritation. Darum sucht dieses Buch die Annäherung an antike Rezeptionshaltungen. Die systematische Auseinandersetzung mit der Rhetoriklehre zeigt, dass Aufzählungen die visuelle Imagination unterstützen und zur Affekterregung beitragen. Lust und Staunen sind ein ambivalent bewertetes Begriffspaar, mit dem die antike Rezeptionsästhetik die Inszenierung und Betrachtung von Gewalt charakterisiert. Wertevorstellungen wiederum werden in verkürzten Aufzählungen von exempla veranschaulicht. Unter diesen Voraussetzungen erweist ein close reading Senecas und Lucans, dass die Anschaulichkeit ihrer Texte auf der Reduktion auf konkrete Details beruht, die aber gerade durch die Häufung in Aufzählungen ihre affektive Wirkung entfalten. Der Rezipient erhält so ein vielfältiges Assoziationsangebot und kann sich aktiv an der Erschaffung einer caedis imago beteiligen.
  • Deutsch
  • Berlin/Boston
  • Für Beruf und Forschung
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  • US School Grade: College Graduate Student
  • geheftet
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  • Gewebe-Einband
  • 3 s/w Abbildungen
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  • 3 b/w ill.
  • Höhe: 249 mm
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  • Breite: 177 mm
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  • Dicke: 3 mm
  • 705 gr
978-3-11-063597-3 (9783110635973)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Maria Backhaus, Justus-Liebig-Universität Gießen.

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