Stigma asozial

Geschlechtsspezifische Zuschreibungen, behördliche Routinen und Orte der Verfolgung im Nationalsozialismus
 
 
Mandelbaum (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erscheint ca. im September 2020
 
  • Buch
  • |
  • 288 Seiten
978-3-85476-886-9 (ISBN)
 
Das nationalsozialistische Regime wollte mit seiner ­Politik gegen als »asozial« stigmatisierte Menschen einen »reinen, arischen Volkskörper« schaffen. Dies betraf vor allem Junge und Arme. In die Umsetzung waren zahlreiche Behörden und Institutionen eingebunden - von der Fürsorge und den Arbeitsämtern bis hin zur Kriminalpolizei. Die mikrohistorische Analyse der Verfolgungspraxis in vier Gauen der »Ostmark« zeigt das Zusammenspiel, aber auch die Handlungsspielräume der einzelnen Behörden und AkteurInnen. Ebenso in den Blick genommen werden die Orte der Verfolgung und die geschlechtsspezifischen Aspekte im Umgang mit als »asozial« abgewerteten Frauen. Zahlreiche Lebensgeschichten geben Einblick in die nationalsozialistische Doktrin sowie die regional-lokalen Praktiken. Sie verdeutlichen die Konstruktionen von »Asozialität« und die individuellen Auswirkungen.
  • Deutsch
  • Wien
  • |
  • Österreich
  • Neue Ausgabe
  • mit Klappen
  • Höhe: 21 cm
  • |
  • Breite: 13.5 cm
978-3-85476-886-9 (9783854768869)
Helga Amesberger ist Sozialwissenschafterin am Institut für Konfliktforschung und langjähriges Mitglied der österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück und FreundInnen. Sie forscht u.¿a. zu Frauen und NS-Verfolgung, Prostitutionspolitik und Gewalt gegen Frauen.

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