
Die vierzig Tage des Musa Dagh
Franz Werfel(Autor*in)
Kai Grehn(Regisseur*in)
Der Hörverlag
Erschienen am 14. April 2015
Audio / Hörbuch
Audio-CD
978-3-8445-1829-0 (ISBN)
Artikel ist vergriffen; keine Neuauflage
Beschreibung
Erstmals als HörspielGabriel Bagradian kehrt nach 23 Jahren mit Frau und Kind in seine armenische Heimat am Fuße des Musa Dagh zurück. Der Besuch soll nur kurze Zeit dauern, doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus und die Familie sitzt fest. Gabriel gerät in die vom Osmanischen Reich verhängte Verschickung der armenischen Minderheit. Doch statt sich in das Schicksal der Deportation zu fügen, setzt Gabriel alles auf eine Karte: Auf dem Musa Dagh sucht er mit ca. 5.000 Armeniern Zuflucht vor Verfolgung, Verschleppung und Ausrottung durch die Türken. Sein verzweifelter Triumph heißt erbitterter Widerstand, koste es, was es wolle.(3 CDs, Laufzeit: 2h 54)
Weitere Details
Sprache
Deutsch
Verlagsort
München
Deutschland
Editions-Typ
Neue Ausgabe
Spieldauer
Dauer: 174 min
ISBN-13
978-3-8445-1829-0 (9783844518290)
Schweitzer Klassifikation
Personen
Autor*in
Franz Werfel wurde 1890 in Prag als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie geboren. Er schrieb zunächst expressionistische Lyrik, später Erzählungen und Romane. In den 20er und 30er Jahren avancierte Werfel zu einem der meistgelesenen deutschen Autoren. Sein Verdi-Roman löste 1924, mehr als 20 Jahre nach dem Tod des Komponisten, eine wahrhafte Verdi-Renaissance in Deutschland aus. Werfel heiratete 1929 Alma Mahler. Nach der Emigration in die USA starb er 1945 in Beverly Hills.
Regisseur*in
Kai Grehn wurde 1969 geboren und wuchs in Ostberlin auf. Nach Arbeiten als Postzusteller, redaktioneller Mitarbeiter sowie als Regieassistent beim "TanzTheater Skoronel" studierte er Theaterregie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Seitdem arbeitet er fürs Theater und Hörspiel, schreibt Prosa und übersetzt aus dem Englischen. Grehn erhielt u. a. das Arbeitsstipendium für Berliner Schriftsteller 2005 und den Prix Marulic Spezialpreis 2001 und 2005. Mit seiner Hörspielfassung von Herta Müllers "Atemschaukel" wurde er für den Deutschen Hörbuchpreis 2011 nominiert. 2012 erhielt den Deutschen Hörbuchpreis in der Kategorie "Das besondere Hörbuch/Besonderen Wagemut" für die Umsetzung von "Die künstlichen Paradiese" nach Charles Baudelaire. Ebenfalls 2012 entstand die hochgelobte Hörspieladaption von Emily Brontës "Sturmhöhe". Kai Grehn lebt als freier Autor und Regisseur in Berlin.
Gelesen von
Alexander Fehling, 1981 in Berlin geboren, studierte an der renommierten Schauspielschule Ernst Busch. Im Theater und ersten Filmrollen machte er auf sich aufmerksam. Für seine Darbietung in "Am Ende kommen Touristen" erhielt er 2007 den Förderpreis Deutscher Film in der Kategorie Schauspiel. 2008 war er als SS-Soldat Wilhelm in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" zu sehen, 2009 in der Titelrolle von Philip Stölzls Goethe! und 2010 als Andreas Baader in Andres Veiels "Wer wenn nicht wir". Auf der Berlinale 2011 wurde Alexander Fehling als Deutscher Shooting Star 2011 gekürt und im selben Jahr mit dem Jupiter Award und dem Metropolis-Filmpreis als Bester Schauspieler ausgezeichnet. Im Hörverlag ist er in der hochgelobten Hörspieladaption von Emily Brontës "Sturmhöhe" in der Rolle des Heathcliff zu hören.
Sebastian Blomberg, geboren 1972 in Bergisch Gladbach, absolvierte 1995 das renommierte Max-Reinhardt-Seminar in Wien, ehe er über Engagements in Wien, Basel, Zürich, Hamburg 2003 ans Deutsche Theater Berlin kam. Seit 2011 ist er Ensemblemitglied am Residenztheater in München, wo er z.B. in der aufsehenerregenden Inszenierung von Heiner Müllers "Zement" die Rolle des Gleb Tschumalow übernahm. Parallel zu seiner Theatertätigkeit erlangte Blomberg 1999 mit dem Film "Anatomie" Bekanntheit. Seitdem ist er ein gefragter Darsteller für Fernseh- und Kinofilme. Zum Beispiel in "Alles auf Zucker" (2004), "Guten Morgen, Herr Grothe" (2006), für den er 2008 den Adolf-Grimme-Preis erhielt, sowie in "Der Baader Meinhof Komplex" (2008) und "Zeit der Kannibalen" (2014).
Valery Tscheplanowa (Weronika Walerjewna Tscheplanowa), geboren 1980 in Kasan (Sowjetunion), kam als Kind nach Deutschland und wuchs in Kiel und Lübeck auf. Nachdem sie zunächst Tanz an der Palucca Schule Dresden studierte und drei Semester Puppenspiel an der Hochschule Ernst Busch in Berlin, absolvierte sie dort eine Schauspielausbildung. Von 2006 bis 2009 war sie festes Ensemblemitglied des Deutschen Theaters Berlin, ab der Spielzeit 2009/10 bis 2013 auch am Schauspiel Frankfurt. Im Mai 2013 gab sie in München ihr Debüt am Residenztheater ("Zement", inszeniert von Dimiter Gotscheff). Sie spielte in "Whisky mit Wodka" und "Im Angesicht des Verbrechens" (beide 2009), in "Über uns das All" (2011) und "Der Turm" (2012). Außerdem tritt sie als Sängerin auf und wirkt in Hörspielproduktionen wie z. B. "Das Phantom des Alexander Wolf" von Gaito Gasdanow mit.