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Die Rêveries von Jean-Jacques Rousseau sind das schönste und das gewagteste Buch des Genfer Philosophen, dessen 300. Geburtstag 2012 gefeiert wird. Sie haben das philosophische Leben zu ihrem Gegenstand und gipfeln in einer poetischen Darstellung des Glücks, das dieses Leben eröffnet. Heinrich Meiers eindringliche Auseinandersetzung mit der letzten und am wenigsten verstandenen Schrift Rousseaus besteht aus zwei Büchern, die sich gegenseitig erhellen. Das erste unternimmt es, in ständiger Rücksicht auf die Rêveries - Die Träumereien des einsamen Spaziergängers, wie der deutsche Titel lautet - das philosophische Leben zu denken.
Seine sieben Kapitel sind überschrieben: Der Philosoph unter Nichtphilosophen, Glaube, Natur, Beisichselbstsein, Politik, Liebe, Selbsterkenntnis. Das zweite gibt eine neue Auslegung des umstrittensten Werkes von Rousseau, des Glaubensbekenntnisses des Savoyischen Vikars, das ein gelungenes nichtphilosophisches Leben grundzulegen sucht. Die Rêveries verweisen den Leser nachdrücklich auf das Glaubensbekenntnis, das 1762 als Teil von Emile oder Über die Erziehung erschienen war und Rousseau die politische Verfolgung durch die kirchlichen und weltlichen Autoritäten seiner Zeit eintrug.
Heinrich Meier, geb. 1953, leitet die Carl Friedrich von Siemens Stiftung in München und lehrt als Honorarprofessor für Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie als ständiger Gastprofessor am Committee on Social Thought der University of Chicago. 1984 veröffentlichte er die umfassendste Kritische Edition von Rousseaus Discours sur l'inégalité (Diskurs über die Ungleichheit) mit deutscher Übersetzung und ausführlichem Kommentar (6. Auflage 2008).
"Heinrich Meiers Reflexionen zu Rousseaus 'Träumereien' sind wundervolle mimetische Text-Annäherungen, die wie Interlinear-Kommentare einer Heiligen Schrift folgen." Manfred Geier, Süddeutsche Zeitung, 20. Oktober 2011
"Es ist das große Verdienst des gründlich durchdachten Buches von Heinrich Meier, uns die Aktualität Rousseaus wieder einmal deutlich aufgezeigt zu haben." Stephan Sattler, Die Welt, 15. Oktober 2011
"[Als] monumental zu bezeichnend[e] Studie. (.) [D]ieses Buch ist harte und eben deshalb überaus lohnende Lektüre." Martin Meyer, Neue Zürcher Zeitung, 24. September 2011
Vorwort Notiz zur Zitierweise
ERSTES BUCH I. Der Philosoph unter Nichtphilosophen II. Glaube III. Natur IV. Beisichselbstsein V. Politik VI. Liebe VII. Selbsterkenntnis
ZWEITES BUCH Rousseau und das Glaubensbekenntnis des Savoyischen Vikars
Namenverzeichnis
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