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Deutschland ist für Peru der wichtigste Handelspartner für die Einfuhr hochwertiger technischer Produkte sowie Abnehmer peruanischer Rohstoffe sowie landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Seit Jahrzehnten ist Peru zudem ein Empfängerland im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit. Peru ist kulturell, politisch und gesellschaftlich einerseits stark von der kolonialen Vergangenheit - beginnend mit der Landung des spanischen Eroberers Francisco Pizarro im Jahre 1532 an den Küsten Perus -, geprägt, andererseits von den wechselhaften politischen Entwicklungen in Südamerika und den Beziehungen Perus zu seinen großen Nachbarländern Argentinien und Brasilien. Die Peruaner haben im Laufe ihrer Geschichte eine sehr eigenständige Kultur entwickelt, die ihr Denken und Verhalten sowie ihre Wahrnehmung und Empfindungen in einer Art und Weise geprägt hat, die sich deutlich von der ihrer deutschen Partner unterscheidet. So geraten Deutsche in der Begegnung, in der Kommunikation und Kooperation mit Peruanern immer wieder in Situationen, in denen sie auf unerwartete Reaktionsweisen treffen, die sie nicht nachvollziehen können und auch nicht verstehen. Dies führt zur Verunsicherung, zum Orientierungsverlust und im Endeffekt zu erheblichen Stressreaktionen. Dieses Buch basiert auf einer Fülle von Erfahrungen, die Deutsche in mehrjähriger Zusammenarbeit mit Peruanern gewonnen haben. Das Trainingsprogramm bereitet anhand kulturell bedingter kritischer Interaktionssituationen auf den Arbeitsaufenthalt in Peru vor.
Lic. Carmen Maurial de Menzel M. A. ist Dozentin im Bereich »Internationale Handlungskompetenz« in verschiedenen Studiengängen an der Hochschule Regensburg sowie interkulturelle Beraterin und Trainerin in Deutschland und Peru für Länder Lateinamerikas mit dem Schwerpunkt Peru.
Dr. phil. Alexander Thomas ist emeritierter Professor der Universität Regensburg, bis 2005 an der Abteilung Sozialpsychologie und Organisationspsychologie. Er ist Gründungsmitglied des dortigen »Instituts für Kooperationsmanagement« (IKO).
Vorwort Einführung in das Training Theoretische Grundlagen interkultureller Trainings Aufbau und Ablauf des interkulturellen Trainings
Themenbereich 1: Beziehungsorientierung Beispiel 1: Das Mittagsessen Beispiel 2: Sag ihm, dass ich dich schicke! Beispiel 3: Hilfe in der Not Kulturelle Verankerung von »Beziehungsorientierung«
Themenbereich 2: Personbezogene Hierarchie Beispiel 4: Der peruanische Vorgesetzte Beispiel 5: Der deutsche Chef auf Dienstreise Beispiel 6: Gesagt ist nicht unbedingt getan Kulturelle Verankerung von »Personbezogene Hierarchie«
Themenbereich 3: Flexibler Umgang mit Regelsystemen Beispiel 7: Der Autoverkehr Beispiel 8: Die verbindliche Entscheidung in einer NGO Beispiel 9: Die Zöllner Kulturelle Verankerung von »Flexibler Umgang mit Regelsystemen«
Themenbereich 4: Polychrones Zeitverständnis Beispiel 10: Die Terminüberschneidung Beispiel 11: Wo bleibt der Kollege mit dem Auto? Beispiel 12: Das Wesentliche Kulturelle Verankerung von »Polychrones Zeitverständnis«
Themenbereich 5: Diffusion von Persönlichkeits- und Arbeitsbereichen Beispiel 13: Der neue Counterpart Beispiel 14: Die Lösung lag schon vor Beispiel 15: Der »Amigo«-Zustand Kulturelle Verankerung von »Diffusion von Persönlichkeits- und Arbeitsbereichen«
Themenbereich 6: »Starker Kontext« als Kommunikationsstil Beispiel 16: Die neue Adresse Beispiel 17: Die Helme Beispiel 18: Die Lieferung Kulturelle Verankerung von »Starker Kontext« als Kommunikationsstil
Themenbereich 7: Bereichsspezifischer Kulturstandard Reziprozität Beispiel 19: Die Kinderärztin Beispiel 20: Die Viehhändler Beispiel 21: Die Einweihung Kulturelle Verankerung des bereichsspezifischen Kulturstandards »Reziprozität«
Kurze Zusammenfassung der peruanischen Kulturstandards
Schlussbemerkungen
Dank
Literatur
Literaturempfehlungen
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